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Impulse für den Weltjugendtag


Liebe Jugendliche,

Papst Benedikt XVI. hat euch – zusammen mit den Jugendlichen aus der ganzen Welt – zu einer dreijährigen geistlichen Reise eingeladen, die uns zum nächsten internationalen WJT 2011 nach Madrid führen wird. Für jedes Jahr gibt es ein neues Motto, das uns auf dem Weg des Glaubens weiterführen soll, das uns vorbereiten soll auf das große Fest in Madrid. Es ist also ein ganz besonderer Weg, zum dem der Papst uns einlädt.

So wollen wir diese drei Themen des Papstes gerne vorstellen und Euch einladen, diese Reise heute zu beginnen. Für jedes Thema / Jahr haben wir ein Symbol gewählt, dass uns immer wieder an unseren inneren Reiseweg erinnern soll. Denn die Internationalen Weltjugendtage wollen ja nicht nur große Feste der Begegnung und des Feierns sein, sondern auch Marksteine auf unserem Glaubensweg – auf dem Weg, der uns immer näher zu Jesus führt.Das Motto für das Jahr 2009 stammt aus einem Brief, den der Apostel Paulus an seinen Schüler Timotheus geschrieben hat. „Wir haben unsere Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt.“ (1 Tim 4,10). Paulus hat diesen Brief in einer Zeit geschrieben, als er mit unzähligen Schwierigkeiten leben musste. Wenn er trotz dieser vielen Prüfungen, die Hoffnung nicht verliert, dann zeigt dies, dass die Hoffnung für ihn nicht nur ein Ideal oder ein Gefühl ist, sondern eine lebendige Person: Jesus Christus. So wie Paulus aus der Begegnung mit IHM immer wieder Kraft und Zuversicht schöpfen konnte, sind auch wir eingeladen, die Begegnung mit Jesus zu suchen – auch und gerade in den schwierigen Stunden unseres Lebens.
Zur Zeit ist ja viel von „Krise“ die Rede: Krise in der Wirtschaft, Krise in der Finanzwelt, Krise am Arbeitsmarkt, Krise in der Kirche. Der Papst lädt uns Jugendliche gerade angesichts dieser Erscheinungen ein, auf die wahre Hoffnung, auf Christus, zu setzen: „Wenn wir nicht allein sind“ – schreibt er – „wenn Er bei uns ist, ja, wenn Er unsere Gegenwart und unsere Zukunft ist, warum sollten wir uns dann fürchten?“
In der christlichen Kunst wird die Hoffnung oft als Anker dargestellt. Gerade in stürmischen Zeiten schenkt sie uns sicheren, festen Halt. Das Thema für das Jahr 2010 geht von der Frage aus, die der reiche Jüngling an Jesus richtet: "Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" (Mk 10,17). Im Jahr 2010 feiern wir den 25. Jahrestag des Briefs von Papst Johannes Paul II. an die Jugendlichen in der ganzen Welt. Dieser Brief aus dem Jahr 1985 steht am Beginn der Geschichte der Weltjugendtage. Er war ein Kommentar zu eben dieser Bibelstelle, zur Begegnung Jesu mit dem reichen Jüngling. Die Frage dieses reichen jungen Mannes, der stellvertretend für alle jungen Menschen steht, betrifft die Aktion: "Was soll ich tun?" Wie muss ich handeln?
Es gibt viel Not und Ungerechtigkeit in unserer Welt. Es gibt viele Menschen, denen wir ganz konkret helfen können: Durch unser soziales Engagement, durch ein liebevolles Wort, durch unseren Einsatz für eine gerechtere Gesellschaft. Das Thema des nächsten Jahres zielt also auf das Engagement der Christen in dieser Welt ab.
Als Symbol dafür, dass es im Jahr 2010 um unser konkretes und sichtbares Handeln geht, und dass es um die Berufung – gerade der Jugendlichen – geht, Baumeister einer neuen Zivilisation der Liebe zu sein, soll die Hand stehen. Sie ist ein Zeichen für das konkrete, zupackende Handeln des Christen in dieser Welt.

Das Motto für den großen internationalen Weltjugendtag in Madrid im Jahr 2011 kommt schließlich auf die Verwurzelung im Glauben an Christus zu sprechen. Es ist ein Zitat aus dem Kolosserbrief: "Verwurzelt in Christus und gegründet auf ihn, fest im Glauben." (vgl. Kol 2,7)Der Papst ermutigt uns Jugendliche regelmäßig, unseren christlichen Glauben zu kultivieren, damit er reif und fest wird. Er ermahnt uns, "in der Hoffnung verwurzelt zu bleiben, zu der wir berufen sind."
So kann man den Glauben mit einer Pflanze vergleichen, die gepflegt werden will, wenn sie wachsen und Frucht bringen soll. Das heißt für uns vor allem: Es ist wichtig, einen regelmäßigen Kontakt zu Gott zu haben. Das Gebet ist wie der Schein der Sonne, oder wie der Regen, der eine Pflanze wachsen lässt. Das Gebet trägt dazu bei, dass die Wurzeln unseres Glaubens wachsen und uns fest in Christus verankern.

Wir freuen uns, wenn Du Dich schon heute gemeinsam mit uns auf diesen inneren Reiseweg begibst!

Deine JUGEND 2000 (Team Madrid)